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Belüftertücher Spitzer – wann tauschen und wie prüfen?

Unfallschaden-Reparatur am Spitzer-Silozug

Kurzüberblick

Spitzer Belüftertücher – ein mikroporöses Gewebe am Behälterboden, das Schüttgut mit Druckluft (bis ca. 2 bar) fluidisiert. Typen: Polyester (PE/PP-Granulat, Mehl), Polyamid (Zement, Kalk), Silikon Food-Grade (Lebensmittel), PTFE (aggressive Chemikalien). Lebensdauer: 1–10 Jahre je nach Fördergut. Verschleißsignale: ungleichmäßige Entladung, Materialreste am Boden, Druckanstieg ohne vollständige Entleerung. Komplettaustausch: 6–8 Arbeitsstunden. PHS Magnum hält Belüftertücher für die Spitzer-Baureihen SF/SK auf Lager.


Belüftertücher im Siloauflieger – technischer Leitfaden

Das Belüftertuch (poln. poduszka aeracyjna, engl. aeration pad) ist ein unscheinbares Bauteil im Siloauflieger – mit enormem Einfluss auf die Entladeleistung. Ohne intakte Belüftertücher ist eine gravitations-pneumatische Entladung unmöglich oder unwirtschaftlich.

Wie funktionieren Belüftertücher?

Ein Belüftertuch ist ein mikroporöses Gewebe, das am Behälterboden des Siloaufliegers montiert wird. Während der Entladung wird Druckluft (bis ca. 2 bar) von unten durch das Tuch eingeblasen. Die Luft fluidisiert das Schüttgut – Granulat, Zement oder Mehl verhalten sich wie eine Flüssigkeit und fließen zum Auslauf.

Ohne Belüftung: Das Material fällt durch Schwerkraft nach unten, bildet aber Brücken und Verstopfungen. Mit Belüftung: Das Material fließt gleichmäßig ab, der Behälter entleert sich zu 95–99 %.

Belüftertuch-Typen bei Spitzer

Polyester Standard:

  • Material: PVC- oder PE-beschichtetes Polyestergewirk
  • Einsatz: Kunststoffgranulat (PE, PP, PVC), Zucker, Mehl
  • Lebensdauer: 3–6 Jahre

Polyamid (Typ H – Heavy Duty):

  • Material: verstärktes Polyamidgewebe
  • Einsatz: Zement, Kalk, Gips, Marmormehl
  • Lebensdauer: 1–3 Jahre bei Zement (stark abrasiv)

Silikon / Food Grade:

  • Zulassung nach FDA und (EG) 1935/2004
  • Einsatz: Puderzucker, Stärke, Milchprodukte
  • Lebensdauer: 5–10 Jahre

Verschleißsymptome bei Belüftertüchern

Symptom 1: Unvollständige Entladung

Verbleiben regelmäßig 5–15 % des Materials im Behälter, ist das das erste Zeichen für verschlissene oder verstopfte Belüftertücher. Verstopfte Tücher lassen keine Luft durch – die Belüftung wirkt nicht mehr.

Symptom 2: Ungleichmäßige Entladung

Das Material rieselt ungleichmäßig aus einer Seite, die andere Behälterseite entleert sich langsamer. Deutet auf Verschleiß oder Schaden an einem oder mehreren Belüftertüchern hin.

Symptom 3: Druckanstieg während der Entladung

Steigt der Druck in der Anlage auf MOP (2,2 bar), ohne dass eine vollständige Entladung erfolgt, sind die Tücher wahrscheinlich verstopft oder undicht.

Symptom 4: Schüttgut (Staub) in den Luftleitungen

Ein defektes Belüftertuch lässt Material in die Druckluftanlage eindringen. Erkennbar als staubiger Belag im Schlauch oder am Ventil.

Tauschablauf – wie läuft das ab?

  1. Behälter entleeren und reinigen
  2. Einsteigen durch die obere Luke (oder durch die untere Serviceklappe)
  3. Klemmleiste lösen (Schrauben M8–M10)
  4. Altes Tuch herausziehen
  5. Nut von Materialresten reinigen
  6. Neues Tuch einlegen (trocken – ohne Schmierung)
  7. Klemmleiste mit vorgeschriebenem Anzugsmoment festziehen (nicht zu fest – Tuch reißt)
  8. Druckprüfung der Belüftungsanlage

Rufen Sie uns an: +48 602 716 551 – umfassender Service für Spitzer-Belüftertücher.

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