Glycerin-Manometer in Spitzer SF/SK Siloaufliegern
Das Glycerin-Manometer ist das zentrale Druckmessgerät in der Pneumatikanlage von Spitzer-Siloaufliegern der Baureihen SF und SK. Während der Entladung wird das Schüttgut – PE/PP-Granulat oder andere Pulvermaterialien – durch Druckluft fluidisiert und weitergefördert. Der Fahrer überwacht kontinuierlich den Druck im Silobehälter und in der Pneumatikleitung. Von der zuverlässigen Anzeige hängt die sichere Durchführung der Entladung ab: Zu hoher Druck belastet Behälter und Armaturen, zu niedriger Druck verlängert den Entladevorgang und erschwert die vollständige Entleerung.
Die Glycerinfüllung unterscheidet diesen Manometertyp von der trockenen Ausführung. Die Flüssigkeit dämpft Zeigerschwingungen, die durch Fahrwerksvibrationen und Druckpulsationen des Kompressors entstehen – die Anzeige bleibt stabil und gut ablesbar, und das empfindliche Innenwerk arbeitet unter deutlich weniger aggressiven Bedingungen. In Kombination mit dem Edelstahlgehäuse ergibt sich ein Gerät, das den harten Betriebsbedingungen im Schüttguttransport dauerhaft standhält.
Unser Sortiment umfasst Glycerin-Manometer in Edelstahlgehäuse, zwei Durchmessern und zwei Anschlussvarianten. Neben Standardausführungen realisieren wir jeden anderen Messbereich, sämtliche Reduzierstücke und Gewindeadapter sowie kalibrierte Manometer.
Technische Daten und Materialien
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Typ | Glycerin-Manometer |
| Gehäuse | Edelstahl |
| Erhältliche Durchmesser | 63 mm, 100 mm |
| Anschluss | Unteranschluss, Rückanschluss |
| Messbereich (bar) | 63 mm: 0–4, 0–6, 0–10, 0–25, 0–250; 100 mm: 0–4, 0–6, 0–10 |
| Sonderausführungen | kalibrierte Manometer, Reduzierstücke und Gewindeadapter |
Die Glycerinfüllung des Gehäuses übernimmt eine Dämpfungsfunktion – sie begrenzt den Einfluss von Schwingungen und Druckpulsationen auf den Zeiger. Das Edelstahlgehäuse gewährleistet Korrosionsbeständigkeit und Robustheit gegenüber mechanischen Einwirkungen in staubbelasteter Umgebung.
Abmessungen und Typen
Manometer werden anhand von drei Parametern ausgewählt: Gehäusedurchmesser, Anschlussart und Messbereich.
| Durchmesser (mm) | Messbereich (bar) |
|---|---|
| 63 | 0–4, 0–6, 0–10, 0–25, 0–250 |
| 100 | 0–4, 0–6, 0–10 |
- Durchmesser 63 mm — kompakte Bauform für beengte Armaturenbereiche.
- Durchmesser 100 mm — größeres Zifferblatt, bessere Ablesbarkeit auf Distanz.
- Unteranschluss — Anschluss von unten am Gehäuse.
- Rückanschluss — Anschluss von hinten, für Montage an Panel oder Schalttafel.
Der jeweilige Messbereich (in bar) wird auf den Betriebsdruck der Anlage im betreffenden Auflieger abgestimmt. Wir liefern darüber hinaus jeden anderen Messbereich sowie kalibrierte Ausführungen, sofern dies die Fahrzeugdokumentation oder eine Prüfprozedur erfordert.
Kompatibilität mit Spitzer-Siloaufliegern (SF/SK)
Die Glycerin-Manometer in unserem Sortiment sind für die Pneumatikanlagen von Spitzer-Aluminiumsiloaufliegern der Baureihen SF und SK konzipiert. Die Auswahl reduziert sich auf die Abstimmung von Gehäusedurchmesser, Anschlussart (Unter- oder Rückanschluss) und Messbereich auf die Anschlusskonfiguration des jeweiligen Aufliegers. Stimmt das Gewinde des Geräts nicht mit dem Anschlussgewinde überein, verwenden wir Reduzierstücke und Gewindeadapter aus unserem Sortiment – so bleibt der originale Messpunkt erhalten, ohne dass die Anlage umgebaut werden muss.
Für Systeme, bei denen eine dokumentierte Anzeigegenauigkeit gefordert ist, liefern wir kalibrierte Manometer. Die Wahl der Ausführung klären wir anhand der Anlagenparameter des jeweiligen Siloaufliegers.
Ein praktischer Hinweis zur Auswahl: Der Messbereich des Manometers sollte den Betriebsdruck bei der Entladung mit ausreichendem Reserve abdecken, sodass der Zeiger im mittleren Skalenbereich arbeitet – nicht am Skalenende. Ein zu eng gewählter Bereich führt zu häufigen Überlastungen; ein zu weit gewählter Bereich mindert die Ablesegenauigkeit im Arbeitsbereich. Aus diesem Grund stimmen wir Messbereich und Zifferblattgröße stets auf die tatsächlichen Betriebsbedingungen des jeweiligen Spitzer SF oder SK Aufliegers ab.
Typische Probleme in der Praxis
Im Servicealltag sind die häufigsten Mängel am Manometer Beschlag oder Vergilbung des Zifferblatts sowie ein gesunkener Glycerinstand – das Gerät wird dann unleserlich und verliert seine Dämpfungsfunktion. Eine weitere typische Situation ist ein geklebter oder verbogener Zeiger nach einer Drucküberlastung: Das Manometer kehrt dann nicht mehr auf null zurück oder zeigt Werte an, die nicht der Realität entsprechen.
Ein Manometer mit unsicherer Anzeige muss ausgetauscht werden – in einer Druckanlage ist ein falscher Messwert gefährlicher als gar kein Gerät. Bei Zweifeln an der Genauigkeit empfiehlt sich ein kalibriertes Manometer. Kleine Undichtigkeiten am Anschluss sind meist auf ein nicht passendes Gewinde zurückzuführen und lassen sich durch das richtige Reduzierstück oder einen Gewindeadapter beheben.
Zu beachten ist außerdem: Ein Glycerin-Manometer kann mit der Zeit einen Teil seiner Füllung verlieren. Ein sichtbar gesunkener Glycerinstand im Gehäuse zeigt an, dass das Gerät das Ende seiner Nutzungsdauer erreicht – auch wenn die Anzeige noch plausible Werte liefert. Ein geplanter Austausch ist in diesem Fall kostengünstiger und sicherer, als auf den vollständigen Verlust der Dämpfungsfunktion und eine daraus folgende Zeigerverstimmung zu warten.
Verfügbarkeit und Lieferung
Glycerin-Manometer in den Durchmessern 63 und 100 mm liefern wir ab Lager PHS Magnum in Chorula bei Oppeln; weniger gängige Messbereiche, kalibrierte Ausführungen sowie Reduzierstücke und Gewindeadapter auf Direktlieferung.
- Polen — Kurierversand
- DACH — Lieferung nach Deutschland, Österreich und Tschechien
- Selbstabholung — Lager Chorula bei Oppeln, 4 km von der A4
Beratung zur Auswahl von Durchmesser, Anschlussart und Messbereich für Ihre Anlage: Spitzer-Service, Tel. +48 602 716 551. Gesamtes Serviceangebot und Anfrage: magnumchorula.pl/de/service/.
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Autor: Aleksy Pasternak — Managing Partner PHS Magnum, 20 Jahre Branchenerfahrung, interner Auditor ISO 9001:2015 (DEKRA).

